Titel: Maulbeerblätterpulver zur Fütterung der Seidenwürmer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 7 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi03_7
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Maulbeerblätterpulver zur Fütterung der Seidenwürmer.

Die Chinesen ersetzen die in den ersten Tagen der Seidenwürmerzucht mangelnden Maulbeerblätter durch ein Pulver von Maulbeerblättern (chin. Sang-fen), welches dadurch bereitet wird, daß man entweder im Herbst diese Blätter, ehe sie gelb werden, so zerreibt, daß ein Teig entsteht, den man trocknen läßt und in luftdicht verschlossene Gefäße bringt, die vor Feuchtigkeit geschützt werden; oder daß man die Blätter im Herbste sammelt, trocknet und vor Feuchtigkeit geschützt bis zum Frühjahr aufhebt, sie dann in Mörsern zu Pulver stößt und durchsiebt. Das so erhaltene Pulver wird den jungen Würmern entweder rein oder mit dem Mehl von geschälten Erbsen, Reis und dergl. gegeben. Mehrere Seidenzüchter in Frankreich, unter andern Hr. Champoiseau, haben dieses Verfahren mit dem besten Erfolge angewandt, und es verdient alle Nachahmung in Gegenden, wo die ersten Maulbeerblätter durch die Reife im Frühjahr aufgehalten oder ganz zerstört werden, zu einer Zeit wo sie gerade ganz unentbehrlich sind.

Auch hinsichtlich der Viehfütterung ließe sich vielleicht aus diesem Verfahren Nutzen ziehen durch Trocknen etc. der Blätter der Esche, des Weinstocks und mehrerer dem Vieh zur Nahrung dienenden Blätter. (Moniteur industriel, 1849, Nr. 1320.)

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