Titel: Mittel gegen den Koller der Pferde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 11 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi04_11

Mittel gegen den Koller der Pferde.

Vor einiger Zeit fuhr Einsender dieses mit einem vierspännigen Postwagen auf einer süddeutschen Landstraße. Plötzlich blieb das Handpferd stehen, senkte den Kopf, spreizte die Beine und war weder durch Güte noch durch Gewalt zum Fortgehen zu bringen. Ich rieth, demselben kaltes Wasser auf die Croupe zu gießen, ein Mittel, das schon oft geholfen hat; allein wir waren von jeder menschlichen Wohnung entfernt. Guter Rath war theuer, als plötzlich ein alter Bauer des Weges kam. Kaum gewahrte er unsere Verlegenheit, als er rasch hinzutrat, das eine Ohr des Thieres zwischen beide Hände nahm und heftig zu reiben anfing. Kaum hatte er damit begonnen, als das Pferd den Kopf schüttelte, von selbst anzog und hastig weiter trabte. Der alte Ackersmann versicherte lachend, auf solche Weise schon viele kollerige Pferde auf die Beine gebracht zu haben. (Landwirths. Mittheil. aus Marienwerder.)

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