Titel: Erbohrung eines reichen Steinsalzflötzes auf der bayerischen Saline Kissingen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 6 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi04_6

Erbohrung eines reichen Steinsalzflötzes auf der bayerischen Saline Kissingen.

Nach 18 Jahre lang fortgesetzten Bohrversuchen ist es gelungen in der Bohrstätte des Schönbornbrunnen-Hauses in Kissingen auf ein reiches Steinsalzlager und durch dasselbe zu einer gesättigten Soole zu gelangen, während die seitherige nur 2 1/4grädig war. Dieses glückliche Resultat ist hauptsächlich dem beharrlichen Eifer und der muthvollen Ausdauer des königl. Salinen-Inspectors Hrn. J. Knorr zuzuschreiben; folgende Notizen über diese Bohrversuche sind einer Mittheilung desselben entnommen:

„Bei 1590 Fuß Tiefe kamen wir aus dem bunten Sandstein (in welchem wir zwischen 1200 und 1300 Fuß eine kohlensäurehaltige 2 1/2procentige, 15° R. warme artesische Soolquelle erschrotteten), und erreichten sogleich den Zechsteinkalk, welcher abwechselnd mit Gyps- und Thonlagen sich 150 Fuß mächtig zeigte.

Bei 1740 Fuß erreichten wir Salzthon mit Gyps und Anhydrit, und bei 1808 Fuß die erste reichere Soole; endlich bei 1810–12 Fuß eine ganz reine gesättigte Soole. Gegenwärtig (den 13. Mai) stehen wir 1823 Fuß tief, also schon circa 13 Fuß im Steinsalzflötze, welches analog mit dem zu Salzungen erbohrten wohl mehr als 50 Fuß mächtig seyn dürfte.

Wir hoffen in diesem Jahre noch das ganze für die hiesige Saline und Gegend so segensreiche Werk zu vollenden.“

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