Titel: Pott's messingene oder bronzene Heizröhren, welche innen mit einer Legirung überzogen sind, zum Gebrauch für Locomotiven und andere Dampfmaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 3 (S. 397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi05_3

Pott's messingene oder bronzene Heizröhren, welche innen mit einer Legirung überzogen sind, zum Gebrauch für Locomotiven und andere Dampfmaschinen.

Man hat schon längst bemerkt, daß die messingenen oder bronzenen Heizröhren, welche zum Theil die Heizflächen der Locomotiven und einiger anderen Dampfmaschinen bilden, mit der Zeit in ihrem Innern durch scharfkantige Kohksstückchen, welche der lebhafte Luftzug mitreißt, bedeutend angegriffen werden. Ein Fabrikant solcher Röhren zu Birmingham, T. Pott, glaubte zu bemerken, daß diese Kohksstückchen die verlötheten Stellen der Heizröhren weit weniger angreifen als das Metall der Röhren, und schlug daher vor, letztere innen ganz mit Hartloth zu überziehen oder zu doppeln. Er verwendet hiezu die bekannte Legirung, welche aus drei Theilen des feinsten Kupfers und zwei Theilen Zink mit einem Zusatz von 20 Loth Zinn auf 100 Pfd. der Legirung besteht. Er gießt aus dieser Legirung Bleche, biegt sie auf gewöhnliche Weise in Form einer Röhre von dem erforderlichen Durchmesser zusammen, so daß sich die Ränder bloß berühren, läßt sie glühen und wieder abkühlen, zieht sie, um sie zu verlängern und die Ränder gut an einander zu passen, und steckt dann über jede (ohne Zwang anzuwenden) eine messingene oder bronzene Röhre. Diese zusammengesetzten Röhren werden auf einen kegelförmigen stählernen Dorn geschoben, dessen Durchmesser an jeder Basis um 1 1/2 Millimeter kleiner als die Röhrenweite ist (nicht nur um das Ausziehen dieses Dorns zu erleichtern, sondern auch um der Röhre an dem Ende, wo sie in der Feuerkastenplatte befestigt wird, eine größere Dicke zu verleihen); in diesem Zustande zieht er die Röhren wie gewöhnlich auf der Ziehbank. Die aus der Legirung bestehende innere Röhre braucht man nicht zu löthen, weil die Dicke der messingenen Röhre hinreichend ist um dem Druck zu widerstehen, und kein Wasser durch letztere hindurchdringen kann. Diese Doppelung muß beiläufig zwei Drittel von der Dicke der fertigen Röhre haben und die äußere messingene Röhre das Drittel dieser Dicke. (Moniteur industriel, 1849, Nr. 1348.)

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