Titel: Verfahren Abgüsse von zarten Gypsformen zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 6 (S. 399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi05_6

Verfahren Abgüsse von zarten Gypsformen zu machen.

Wenn von Meisterwerken der Kunst mit sehr zarten Details getreue Gypsabgüsse gemacht werden sollen, zeigt sich das gewöhnliche Verfahren mangelhaft, wegen der fetten Substanzen womit man die Form einschmieren muß, damit sie sich von dem zum Abgießen verwendeten Gyps lostrennt. Bisher hatte man für Güsse, wobei die Form verloren geht, kein anderes Mittel als 1 Pfd. Seife in 4 Pfd. Wasser aufzulösen und diese Auflösung mittelst einer Bürste auf die Form zu tragen, worauf man eine Schicht Oel gab. Diese beiden Operationen sind aber wegen der Reibung den sehr zarten Details mancher Formen offenbar nachtheilig.

Hr. Stahl in Paris hat ein sehr einfaches und leichtes Mittel gefunden, um jede Abnutzung solcher Formen, welche nach dem Abgießen zerschlagen werden sollen, zu vermeiden. Man taucht nämlich eine solche Form, sobald sie fertig ist oder einige Tage darnach, ohne alle Vorbereitung in Flußwasser, worauf man unmittelbar den Abguß macht, indem man lediglich den Gyps auf die Form gießt.

Bei der Besprechung dieses Verfahrens in einer Versammlung der Société d'Encouragement hat sich übrigens herausgestellt, daß dieses Auskunftsmittel in Rom bereits bekannt und in Gebrauch ist.

Für die gewöhnlichen Formen ist die Anwendung des alten Verfahrens vorzuziehen, weil es schneller ausgeführt werden kann. (Bulletin de la Société d'Encouragement, Februar 1849, S. 85.)

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