Titel: Traubenzucker im Eiweiß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 10 (S. 463)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi06_10

Traubenzucker im Eiweiß.

Dr. Aldridge hat der Akademie der Wissenschaften in Dublin unlängst mitgetheilt, daß nach seinen Versuchen das Eiweiß des Haushuhns stets Traubenzucker (Glucos) enthält, welcher sich auf folgende Art darstellen läßt: man schlägt das Eiweiß mit einem gleichen Gewicht Weingeist von 0,850 spec. Gewicht, erhitzt bis nahe zum Sieden und trennt dann die Flüssigkeit von der geronnenen eiweißartigen Substanz; letztere wird ausgedrückt, um ihr die letzten Tropfen von Flüssigkeit zu entziehen. Diese Flüssigkeit, welche alkalisch ist, wird im Wasserbad abgedampft; man sammelt die Häutchen, welche sich auf ihrer Oberfläche bilden und anfangs weißlich, dann bräunlich sind, in dem Maaße als die Concentration vorschreitet. Diese Häutchen, von eiweißartiger Natur, färben sich dunkelroth, wenn man sie mit Salpetersäure oder Ammoniak behandelt. Sie sind es, die den Zucker liefern: hiezu zerreibt man sie mit Weingeist von 0,850 spec. Gewicht, läßt sie kochen und filtrirt. Die filtrirte Flüssigkeit hat Syrupconsistenz und liefert beim Erkalten körnige Krystalle von Traubenzucker. Diese Krystalle lösen sich in der Kälte in Schwefelsäure auf und zeigen alle Reactionen des Harnruhrzuckers. (Journal de Pharmacie, Mai 1849, S. 366.)

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