Titel: Neue Anwendung der Algen und Wassergewächse überhaupt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 13 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi06_13

Neue Anwendung der Algen und Wassergewächse überhaupt.

Bis jetzt fanden diese Gewächse keine Anwendung als auf den Tischen der Reichen, in Zucker eingemacht oder als Blanc-manger. Im J. 1846, wo die Kartoffeln mißriethen, empfahl Dr. Gouleven die Seetange, Laminaria leptopoeta, digitata, palmata; zur Bereitung eines guten Muses, welches jetzt in seiner Gegend als Speise eingeführt ist. Auf der Batz-Insel werden noch gegenwärtig die Wurzeln der Zostera (Wasserriemen, Seegras) gegessen. – Auch könnte man sich der Gallerte mehrerer Algen-Species zur Bereitung von Leim bedienen; vorzüglich aber würden die Algen in der Medicin zum Auflegen auf Schnitt- und andere kleine Wunden recht gute Dienste leisten; statt des Heftpflasters und englischen Taffets könnte man Blätter der Laminaria auflegen, welche sehr hygrometrisch, das Blut absorbiren, sich selbst festkleben und vor der vollkommenen Heilung nicht abfallen. In gewissen, die Lam. saccharina umgebenden Bläschen, entwickelt sich ein zuckeriger Schleim, der, wenn man die Pflanze der Luft, und vorzüglich der Sonne aussetzt, auf der Oberfläche weißlich auswittert und eingesammelt werden könnte. (Journal de Pharmacie, Mai 1849.)

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