Titel: Sandverschluß bei Gasleitungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 6 (S. 461–462)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi06_6
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Sandverschluß bei Gasleitungen.

C. Deffner in Eßlingen baute im Jahr 1847 für seine Messinggießerei einen Gasofen, wobei die Aufgabe entstand, einen Deckel herzustellen, der leicht wegzunehmen und eben so leicht wieder zum Verschluß zu bringen ist, und dabei doch bei einem Luftdruck von 6 Zollen Wasserhöhe vollkommen luftdicht schließe. Nach verschiedenen Proben bewährte sich dazu am besten und dem Zwecke vollkommen entsprechend ein Sandverschluß. Gewöhnlicher Sand von Obereßlingen, wie er bei uns aus den oberen weichen Keupersandsteinen überall gewonnen wird, mit mehr oder minder scharfkantigen Quarzkörnern bis zu circa 0,6''' Durchmesser und gemischt mit dem feinen pulverigen kaolinartigen Bindemittel dieses Sandsteins, wird in eine 1'' breite, 2'' tiefe ringförmige Vertiefung geschüttet und darin der 2 1/2'' hoch aufgebogene Rand eines gewöhnlichen Blechdeckels eingedrückt. Nach beinahe zweijähriger Erfahrung erweist sich dieser Verschluß als dem Zweck vollkommen entsprechend. Der Ofen selbst bot anfänglich dadurch viele Schwierigkeiten, daß durch die starke Wärmeausdehnung seine Fugen zu klaffen ansingen, so daß die Gase nach allen Seiten entweichen konnten. Auch dagegen half der Sandverschluß. Es wurde nämlich um den Ofen ein Mantel von Eisenblech gemacht, welcher um ungefähr 1'' von dem Ofen absteht, dieser Zwischenraum mit Sand ausgefüllt, und nun bewährte sich der Ofen bei jeder Temperatur als vollkommen luftdicht. (Gewerbeblatt aus Württemberg, 1849, Nr. 8.)

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