Titel: Ueber Anwendung des filtrirten Wassers als Getränk.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1849, Band 112/Miszelle 7 (S. 462)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj112/mi112mi06_7

Ueber Anwendung des filtrirten Wassers als Getränk.

Man gibt allgemein zu, daß das Wasser, welchem durch irgend eine Veranlassung die ursprünglich darin aufgelöste Luft entzogen worden ist, sich als Getränk weniger eignet; man pflegt daher an Orten, wo man gekochtes Wasser zum Trinken verwendet, dasselbe vorher lange genug stehen zu lassen, damit es wieder Luft aufnimmt, was man noch durch Umrühren befördert. Hr. de Castelnau hat der franz. Akademie der Wissenschaften eine Abhandlung übergeben, worin er eine Abänderung der in Paris gebräuchlichen Hausbrunnen vorschlägt, um dem Wasser die Luft wieder zu erstatten, welche es während des Filtrirens verlor. Er nimmt an, daß das Wasser, während es durch den porösen Stein zieht – welcher den Filtrirapparat der meisten Hausbrunnen in Paris bildet – einen Theil der in ihm ausgelösten Luft verliert, welchen es nachher in dem geschlossenen Behälter, worin es verweilt, nicht mehr aufnehmen kann, wie es geschehen würde, wenn es mit der Atmosphäre in freier Communication wäre. Letztere ist bei den Brunnen des Hrn. de Castelnau hergestellt. Eine andere Anordnung von ihm hat zum Zweck, das Aufnehmen von Luft zu beschleunigen, indem man das Wasser, welches durch den filtrirenden Stein drang, tropfenweise anstatt strahlenförmig in den unteren Behälter rieseln läßt. (Comptes rendus, April 1849, Nr. 18.)

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