Titel: Wagner's Verbindung der Spritzenschläuche mit den Metallstücken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 1 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi01_1

Wagner's Verbindung der Spritzenschläuche mit den Metallstücken.

Hr. J. P. Wagner, Director der Gewerbe-Halle zu Frankfurt a. M., beschreibt in seinem „Bericht über die Pariser Gewerbe-Ausstellung“ folgende von ihm ausgehende Verbesserung der Verbindung von Spritzenschläuchen mit den Metallstücken, wodurch die ungleiche Bewegung im Schlauch vermieden und die Reibung vermindert wird; zudem gestattet sie die Anwendung engerer Schläuche, welche der Gefahr des Berstens weniger unterworfen sind.

Bei den gewöhnlichen Spritzenschläuchen steckt nämlich der eine Theil der messingenen Schraubenverbindung etwa bis zur Hälfte in dem Schlauchende, und dieses ist mittelst Schrauben und Bindfaden darauf befestigt; der Durchgang im Metall ist also viel enger als der Schlauch, weßhalb das Wasser hier eine viel schnellere Bewegung machen muß, was größere Reibung zur Folge hat. Die Verbindung ist aber auf folgende verbesserte Weise herzustellen. Das messingene Verbindungsstück wird im Innern conisch ausgedreht, d.h. nach der Mitte, wo beide Metallstücke zusammengeschraubt werden, um etwa eine Linie weiter als an den Enden. Für diese erweiterte Mündung wird nun ein messingener Ring hergestellt, etwa drei Linien breit, eine starke Linie dick, und so weit, daß er, nachdem er von außen keilförmig abgedreht ist, bis in die Mitte des Messingstücks paßt, aber nicht durchfällt. Hierauf zieht man das Schlauchende von der engen Seite nach der weiten hindurch, erweitert dasselbe etwas durch Hämmern bis der keilförmige Ring hineingeht, und zieht es nun in das Messingstück zurück, in welchem es sich um so fester einkeilt, je stärker man zieht.

Einen weitern wesentlichen Vortheil hat diese Verbindungsweise noch, daß beim Aufhangen der Schlauche zum Trocknen alles Wasser ausfließt und dadurch Fäulniß an der Verbindungsstelle verhütet wird.

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