Titel: Ueber das Schmelzen von Stearin aus Hammeltalg.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 12 (S. 78–79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi01_12
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Ueber das Schmelzen von Stearin aus Hammeltalg.

Hr. H. Rose hat der Akademie einige Beobachtungen mitgetheilt, welche Hr. W. Heintz beim Schmelzen von Stearin aus Hammeltalg gemacht hat.

Wenn man aus Hammeltalg dargestelltes und durch sechs- bis achtmalige Krystallisation aus der ätherischen Lösung gereinigtes Stearin in ein Capillarröhrchen einschließt und in einem Wasserbade erhitzt, so schmilzt es scheinbar bei 51–52° C., indem es vollständig durchsichtig wird. Sobald die Temperatur höher steigt, wird es opalisirend und erreicht bei etwa 58° C. seine frühere Undurchsichtigkeit fast vollkommen wieder. Endlich, wenn die Temperatur auf 62–62 1/4° C. gestiegen ist, schmilzt das Stearin vollkommen. Taucht man dagegen ein dünnes Blattchen nach dem Schmelzen wieder erstarrten Stearins in Wasser von 52° C. Temperatur, so behält es, ungeachtet es gänzlich durchsichtig wird, dennoch seine Form vollständig bei. Hieraus folgt, daß das Stearin aus Hammeltalg bei 51–52° C. zwar durchsichtig, aber dennoch durchaus nicht flüssig wird. Die Erklärung dieser sonderbaren Erscheinung behält sich Hr. Heintz für eine spätere Mittheilung vor. (Ber. der Berliner Akademie.)

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