Titel: Verbesserung von Runge's Chromtinte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 8 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi01_8
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Verbesserung von Runge's Chromtinte.

Die von Runge (polytechn. Journal Bd. CIX S. 225) vorgeschlagene Tinte, bestehend aus einer Abkochung von Blauholz, der man, so lange sie noch kochend heiß ist, doppelt-chromsaures Kali zugemischt hat, empfiehlt sich dadurch vor der gewöhnlichen Eisentinte, daß sie weder Gummi enthält, noch den Farbstoff in so großer Menge wie diese abscheidet. Sie ist indessen mit einem großen Uebelstande behaftet, der ihrer ausgebreiteten Anwendung im Wege steht, mit demjenigen nämlich, meistens einige Zeit nach ihrer Darstellung dick zu werden, nach Art der Sauermilch. Um diesen Uebelstand zu beseitigen, dessen wahrer Grund noch unbekannt ist, stellte Hr. W. Stein in Dresden verschiedene Versuche ohne Erfolg an, bis er endlich aus den Gedanken kam, der dick gewordenen Tinte einige Tropfen Sublimatlösung zuzusetzen (4 Gran Quecksilberchlorid in Wasser gelöst aus 1 Flasche Tinte). Dadurch wurde dieselbe nicht nur vollkommen flüssig (und blieb es seit einem halben Jahre) sondern ihre Farbe auch rein schwarz, während sie früher nur tief indigblau war. (Polytechn. Centralblatt, 1849 Liefer. 23.)

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