Titel: Grüne Tinte; von J. Schlickum.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 5 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi02_5

Grüne Tinte; von J. Schlickum.

Eine halbe Unze doppelt-chromsaures Kali wird in 1 1/2 Unzen siedenden Wassers gelöst, die heiße Lösung mit 6 Drachmen starken reinen Alkohols vermischt, wobei sich ein graugelber Niederschlag ausscheidet. Dem heißen Gemische wird nun vorsichtig tropfenweise so viel concentrirte Schwefelsäure zugesetzt, bis der Niederschlag wieder aufgelöst und die Flüssigkeit mit dunkelbrauner Farbe erscheint. Den Alkohol treibt man durch Erhitzen aus, dampft bis zu 1 Unze Rückstand ein, setzt 2 Unzen destillirtes Wasser hinzu und filtrirt. Dem Filtrate werden wiederum 2 Drachmen Alkohol und tropfenweise so viel concentrirte Schwefelsäure zugesetzt, bis die Mischung schwach sauer reagirt, der Alkohol durch Erhitzen entfernt und nach dem Erkalten so viel destillirtes Wasser zugesetzt, daß das Ganze 5 Unzen an Gewicht beträgt. Diese Flüssigkeit hat nun eine schmutzig gelbgrüne Farbe. Jetzt läßt man Schwefelwasserstoffgas so lange in diese Mischung strömen, bis dieselbe stark darnach riecht, worauf man den ausgeschiedenen Schwefel durch Filtriren absondert. Dem Filtrate setzt man nun tropfenweise so viel von einer Lösung von schwefelsaurem Indigo zu, bis die rein grüne Farbe zum Vorschein gekommen ist (d.h. bis das Gelb in reines Grün verwandelt ist), und löst dann darin 2 Drachmen gestoßenes feinstes arabisches Gummi und 1 1/2 Drachmen weißen Zucker auf. Das Ganze wird nun an 5 Unzen betragen. Sollte die Tinte zu viel freie Schwefelsäure enthalten, so kann man sie durch Potasche abstumpfen. (Pharm. Centralbl. 1849, S. 767.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: