Titel: Darstellung einer zum Entfärben von Flüssigkeiten sehr wirksamen Thierkohle; von Dr. N. Graeger in Mülhausen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 12 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi05_12

Darstellung einer zum Entfärben von Flüssigkeiten sehr wirksamen Thierkohle; von Dr. N. Graeger in Mülhausen.

Die Wirksamkeit der von mir aus Leim, Eiweiß, Blut u.s.w. dargestellten Thierkohle, als Entfärbungsmittel, hat für mich immer viel zu wünschen übrig gelassen, |399| abgesehen davon, daß die Umwandlung der genannten Stoffe immer mit mancherlei Unbequemlichkeiten verbunden ist. Ich habe daher statt jener Horndrehspäne versucht. Dieselben für sich verkohlt, liefern ein schlechtes Product, das auch nicht viel besser wird, wenn man die Horndrehspäne mit kohlensaurem Kali mengt. Dagegen erhält man eine vorzüglich gute Kohle, wenn man das Horn zuvor mit einer Auflösung von kohlensaurem Kali (4 Theile, im Verhältniß von 1 Theil kohlensaurem Kali und 3 Theilen Wasser) in der Wärme einige Tage lang digerirt, alles dann zusammentrocknet, und endlich auf die gewöhnliche Weise verkohlt. Schon bei dieser Digestion entwickelt sich eine Menge Ammoniak und kohlensaures Ammoniak.

Von einer Spur Thonerde und Kalk (letzterer wahrscheinlich als Schwefelcalcium darin enthaltend) befreit man die Kohle leicht durch Behandlung mit etwas verdünnter Salzsäure und nachheriges vollständiges Auswaschen mit Wasser. (Böttger's polytechn. Notizblatt 1850, Nr. 2.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: