Titel: Verfahren Eisenwaaren, als Schrauben, Stifte u.s.w. in größerer Menge gleichmäßig blau zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 2 (S. 393–394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi05_2
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Verfahren Eisenwaaren, als Schrauben, Stifte u.s.w. in größerer Menge gleichmäßig blau zu machen.

Das bisher beobachtete Verfahren, Schrauben, Stifte u.s.w. blau anlaufen zu lassen, bestand darin, daß man dieselben in geringer Menge auf ein Blech streute, und dasselbe so lange der Hitze aussetzte, bis die darauf befindlichen Gegenstände die gewünschte Farbe erhalten hatten. Dieses Verfahren hatte aber den Nachtheil, daß nur mit Mühe gleichmäßige Resultate erreicht wurden, und außerdem eine große Menge nicht auf einmal in Arbeit genommen werden konnte. Das neue Verfahren ist die Erfindung eines im vorigen Jahre verstorbenen höchst talentvollen Mechanikerlehrlings, Friedrich Wilhelm Stange in Dresden. Man nimmt eine Trommel, wie man sie zum Kaffeebrennen braucht, schüttet in dieselbe bis 1/3 oder 1/2 ihres Rauminhaltes die blau zu machenden Gegenstände, und verfährt dann ganz so wie beim Kaffeebrennen, indem man die Trommel über Hellem Feuer so lange dreht, bis die gewünschte Farbe zum Vorschein kommt, wovon man sich jedoch durch öfteres Nachsehen überzeugen muß. Hauptsächlich ist zu berücksichtigen, daß man nur Eisenwaaren von gleicher Größe auf einmal in die Trommel schüttet, weil bei verschiedener Größe die größeren erst dann blau werden, wenn die kleineren, ihres geringeren Körperinhalts wegen und demzufolge leichter erhitzt, das Stadium des Blauwerdens überschritten haben. (Deutsche Gewerbezeitung 1850, S. 36.)

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