Titel: Platin in den Alpen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 4 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi05_4

Platin in den Alpen.

Schon im J. 1847 fand der Bergwerks-Oberingenieur Gueynard auf dem Mont de Chapeau im Dracthale (Depart. der Oberalpen) Platin, nämlich im Fahlerz, welches oft bis 12 Proc. Silber enthält und außer diesem und dem Kupfer noch Antimon, Blei, Zink, Eisen und etwas Arsenik als Schwefelmetalle. Die Gangart ist ein Gemenge von Dolomit, Quarz und Schwerspath. Die Menge des Platins war mit höchst seltenen Ausnahmen zu gering, um quantitativ bestimmt werden zu können. Deßhalb und so lauge es nicht auf geologisch entsprechenden andern Alpenbergen gefunden wurde, veröffentlichte G. seine Entdeckung nicht. Unlängst wurde das Platin aber auch zu Saint-Arey bei Mure (Depart. Isère) gesucht und im Bournonit (Spießglanzbleterz) gefunden, welcher im Dolomit und veränderten Kalkstein dieses Gebirges vorkommt. Ferner findet es sich auf der Cavales-Ebene des Gebirges Rousses in Oisans (Isère) und endlich am rechten Bensufer in Savoyen im Presles'schen Gebiete, ebenfalls in einem Kupfererze, aber in unbestimmbaren Mengen. Nach den Untersuchungen der HHrn. Ebelmen, Vicat Sohn und Berthier enthält das Platin des ersten Fundorts auch Spuren von Rhodium. (Comptes rendus, Decbr. 1849, Nr. 27.)

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