Titel: Elektrische Telegraphie ohne Batterie; von Dujardin in Lille.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 4 (S. 464–465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi06_4
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Elektrische Telegraphie ohne Batterie; von Dujardin in Lille.

Folgender Versuch wurde in Gegenwart der von der gesetzgebenden Versammlung ernannten Commission für die elektrischen Telegraphen im Ministerium des Innern zu Paris angestellt Man vereinigte in Paris und in Lille zwei Drähte der telegraphischen Linie so, daß eine 140 franz. Meilen (Lieues) lange, geschlossene Kette erhalten wurde. In diese Kette schaltete ich zwei von meinen Apparaten ein, eine magneto-elektrische Maschine mit einem einzigen Hufeisen-Magnet, der aus 7 Platten zusammengesetzt war und ungefähr 15 Kilogr. trug, und dann einen Telegraphen, welcher die Depeschen in Gruppen von Tintepunkten abdruckte, welche die Buchstaben des Alphabets darstellten. Die von Paris abgehenden elektrischen Ströme mußten so, nachdem sie Lille passirt hatten, wieder nach Paris zurückkommen, um den Telegraph in Gang zu setzen. Da auf der ganzen Telegraphenlinie sehr trockenes Wetter war, so kann man nicht annehmen, daß die elektrischen Ströme in geringer Entfernung von Paris vom obern Draht der Linie die feuchten Pfahle hinunter in den untern Draht übergegangen seyen. Der Versuch gelang vollkommen. Es wurden von mir vor den Augen der Commission 82 Buchstaben in der Minute fortgepflanzt und abgedruckt. Die Resultate sind in dem Berichte des Hrn. Le Verrier, dem Berichterstatter der Commission, niedergelegt.

Der Zweck dieser Mittheilung ist, zu beweisen daß man mittelst eines Magnets, ohne Beihülfe der Batterie, auf große Entfernungen correspondiren kann. (Comptes rendus, Februar 1850, Nr. 6.)

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