Titel: Ueber Kadmium-Zinnamalgam; von Prof. Varrentrapp.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 7 (S. 466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi06_7

Ueber Kadmium-Zinnamalgam; von Prof. Varrentrapp.

Pettenkofer's Beschreibung der Bereitung des Kupferamalgams und die spätere Verbesserung (polytechn. Journal Bd. CIX S. 444 und Bd. CXIII S. 464) haben viele Leute interessirt; leider hat der Uebelstand, daß das Kupferamalgam im Munde schwarz wird, seine Anwendung bei den Zahnärzten sehr beschränkt. Es wird jetzt ein weißbleibendes Amalgam mit ganz ähnlichen Eigenschaften, das Loth zu 3 Thlr. verkauft. Es besteht aus 2 Thln. Zinn mit 1 Thl. Kadmium, die man nach dem Zusammenschmelzen raspelt, in einem Ueberschuß von Quecksilber löst, den Ueberschuß durch Leder abpreßt und so eine krümliche Masse erhält, die bei einigem Kneten in der Hand weicher wie Butter wird, sich rollen und drücken läßt, ohne zu bröckeln, aber dieß schon nach 10 Minuten wieder thut; nach 24 Stunden kann man mit einem Schwefelholz keinen Eindruck mehr darauf machen, wenn man nicht zuviel Quecksilber darin gelassen hat. Die Masse schließt Glasröhren, die man damit verstopft, luftdicht. Sie wird mehr Anwendung als das Kupferamalgam finden. (Annalen der Chemie und Pharmacie, Februar 1850.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: