Titel: Anwendung der Gutta-percha als Ueberzug der hölzernen Schiffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 115/Miszelle 9 (S. 467)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj115/mi115mi06_9

Anwendung der Gutta-percha als Ueberzug der hölzernen Schiffe.

John Forster in Plymouth, Schiffsmeister der k. Marine, ließ sich am 27. Juni 1849 die Anwendung von Planken und Brettern, welche mit Gutta-percha überzogen sind, zum Schiffsbau patentiren. Er verwendet das Holz trocken und rauh wie es von der Sägmühle kommt; es wird zuerst mit einer Auflösung von Gutta-percha angestrichen und wenn diese fast ganz eingetrocknet ist, werden Blätter von Gutta-percha mittelst Drucks darauf angebracht, indem man die Fläche derselben, welche an das Holz zu liegen kommt, vorher erwärmt, damit sie leichter anhaften (das Erwärmen der Oberfläche des Blattes geschieht mittelst der Gasflamme oder eines Gebläses mit heißer Luft). So überzogene Planken oder Bretter werden hauptsächlich für die Außenseiten der Schiffe angewandt, die übergreifenden oder auf einander passenden Ränder oder Enden des Holzes überzieht man mit Gutta-percha-Lösung, deßgleichen die Oberflächen der Fugen, um sie wasserdicht zusammenzuleimen; die hölzernen Nägel, welche man durch solche Planken oder Bretter treiben muß, überzieht man ebenfalls mit Gutta-percha-Lösung. – Beim Bau kleiner Boote leimt man zwei oder mehrere dünne Planken oder Bretter mit Gutta-percha-Lösung auf einander und überzieht hierauf die äußeren Flächen mit Gutta-percha; das Holz bekommt dann nicht so leicht Sprünge, wenn die Boote außer dem Wasser und an trockenen Orten aufbewahrt werden. (London Journal of arts, Februar 1850, S. 31.)

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