Titel: Unauslöschliche Tinte, von Jul. Levrault in Poitiers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 9 (S. 167–168)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi02_10

Unauslöschliche Tinte, von Jul. Levrault in Poitiers.

Zu dieser Tinte welche sich der Erfinder am 7. Decbr. 1843 für fünf Jahre in Frankreich patentiren ließ, nimmt man:

|168|
Kienruß 500 Gramme.
Kohle von Weinreben 125 –
– – Zucker 125 –
– – Lumpen 500 –
Indigo (Guatimala) 60 –
Leim (flandrischer) 500 –
Salmiakgeist 1 Liter.
Salzsäure von 1 1/2° Baumé 12 Liter.

Die Kohlen, der Kienruß und Indigo werden gepulvert und gesiebt; man vermengt das Ganze in einem marmornen Mörser mit flandrischem Leim, welcher vorher in 1 Liter eines durchgeseihten Absuds von grünen Wallnußschalen und Waidballen aufgelöst wurde; da diese Auflösung dick ist, so setzt man ihr das Ammoniak zu, welches das Auflösen des Leims erleichtert. Der so bereitete Teig wird wohlriechend gemacht und in einem gut verschlossenen Glasgefäß aufbewahrt. Wenn man die Tinte machen will, zerreibt man diesen Teig auf einer Marmorplatte, bis sich zwischen den Fingern nichts mehr fühlbar macht, zerrührt ihn nach und nach mit den 12 Litern Salzsäure und bringt die Flüssigkeit in Bouteillen.

Diese Tinte widersteht wiederholten Waschungen und den kräftigsten Reagentien. (Journal de Chimie médicale, Decbr. 1849.)

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