Titel: Vorschrift zu blauer Tinte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 10 (S. 168)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi02_11

Vorschrift zu blauer Tinte.

Gewöhnlich bereitet man jetzt die blaue Tinte mittelst Berlinerblau und Kleesäure nach einem in England entdeckten, im polytechn. Journal Bd. LXXI S. 229 mitgetheilten Verfahren. (Man mischt 1 Th. käufliches Berlinerblau mit 1 Th. concentrirter Schwefelsäure, setzt hierauf 1 Th. Wasser hinzu, und läßt die Mischung 48 Stunden lang ruhig stehen, setzt sodann mehr Wasser hinzu, gibt das so gereinigte Berlinerblau auf ein Filtrum, wäscht es mit reinem Wasser so lange aus, bis dieses nicht mehr sauer reagirt, und trocknet es im Filtrum. Von dem so erhaltenen getrockneten Berlinerblau wird sodann 1 Th. mit 1/16 Th. Kleesäure und etwas Wasser in einer Reibschale zusammengerieben, und hierauf 32 Th. Wasser zugesetzt. Die so erhaltene dunkelblaue Auflösung kann, wenn sie nicht ganz klar seyn sollte, filtrirt und mit Zucker verdickt werden.)

In Frankreich ist eine blaue Tinte unter der Benennung encre bleue rouennaise gebräuchlich, welche man bereitet mit:

Campecheholz 750 Grammen.
römischem Alaun 35
arabischem Gummi 31
Candiszucker 15

Man kocht Alles zusammen eine Stunde lang in 6 Kilog. Wasser, läßt es dann zwei bis drei Tage lang ruhig stehen, und seiht es hierauf durch Leinenzeug. (Journal de Chimie médicale, April 1850.)

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