Titel: Ueber die Ableitung des Wortes Theodolit.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 5 (S. 166)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi02_6

Ueber die Ableitung des Wortes Theodolit.

Hr. J. Cockle zu Cambridge theilt im Philosophical Magazine, Aprilheft 1850, eine höchst wahrscheinliche Hypothese über den Ursprung des Wortes Theodolit mit den Namen des wichtigsten geodätischen Instrumentes – welches der Hauptsache nach aus zwei concentrischen Horizontalkreisen besteht, deren innerer zwei Verticalsäulen trägt, auf denen einem Passageninstrumente ähnlich, ein Fernrohr mit einer Horizontalachse aufruht.

In der Pantometria (Ausgabe von 1571) enthält das 27ste Capitel des ersten Bucks (Longimetra) die Construction des Instruments welches Theodelitus genannt wird. Der Verfasser der Pantometria hielt die Graduirung für das Wesentliche desselben: „es ist,“ sagt er, „nur ein eingetheilter Kreis etc.“ Gehen wir nun von ὀβελòς, ὀβελίζω auf die dorischen oder äolischen Formen ὀδελòς, ὀδελίζω über, so haben wir in dem Wort odelit wirklich die Bezeichnung eines graduirten Instruments. Die Vorsylbe The kann entweder ein Pleonasm seyn oder mit ϑεάομαι zusammenhängen; im letztern Fall würde der Name des Instruments einen graduirten Seher (einen Seher von Graden oder Winkeln) bezeichnen.

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