Titel: Verfahren das schwefelsaure Eisenoxydul ohne Veränderung aufzubewahren; von G. Ruspini.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 8 (S. 167)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi02_9

Verfahren das schwefelsaure Eisenoxydul ohne Veränderung aufzubewahren; von G. Ruspini.

Das schwefelsaure Eisenoxydul geht bekanntlich in Berührung mit der atmosphärischen Luft in Oxydsalz über. Hr. G. Ruspini hat ein leichtes und sicheres Mittel entdeckt, um den Eisenvitriol aufzubewahren ohne daß er sich höher oxydirt. Er trocknet die Krystalle von vollkommen reinem Eisenvitriol, nachdem er sie aus der Mutterlauge genommen hat, so schnell als möglich zwischen Filtrirpapier aus und bringt sie dann in einen Trockenkasten, welcher auf einer Temperatur von 24° Reaumur erhalten wird, worin sie bald verwittern. Sobald dieser Zustand eingetreten ist, muß man das Salz schnell pulverisiren, durch ein seines Sieb schlagen und in luftdicht verschließbare gläserne Gefäße eindrücken. So präparirtes schwefelsaures Eisenoxydul kann man beliebig lang im Zustand der Reinheit aufbewahren, ohne daß weder die Luft noch das Licht den geringsten Einfluß auf seine Zusammensetzung haben. Seine Auflösungen sind klar und zeigen kaum Spuren von Oxydsalz. Die Conservirung des Eisensalzes beruht in diesem Falle darauf, daß ihm das in den Krystallen mechanisch eingeschlossene Wasser entzogen wird, welches unter dem Einfluß der Luft das Eisenoxydul in Oxyd überzuführen strebt. (Journal de Chimie médicale, April 1850, S. 197.)

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