Titel: Robinson's Verbesserung in der Fabrication von Orseille und Persio.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 8 (S. 248)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi03_8

Robinson's Verbesserung in der Fabrication von Orseille und Persio.

Bisher pflegte man zur Fabrication von Orseille und Persio die gemahlenen Flechten mit flüssigem Ammoniak zu einem Teig anzumachen und denselben dann der Einwirkung der Luft auszusetzen; da das Gemisch eine dicke Masse bildet, so ist eine sehr lange Zeit erforderlich, damit durch wiederholtes Umwenden nach und nach die ganze Masse mit der Atmosphäre in Berührung kommt, was die Fabrication umständlich und kostspielig macht.

Die Verbesserung von James Robinson, welche sich derselbe am 30. August 1849 in England patentiren ließ, besteht darin, daß man den auf gewöhnliche Art bereiteten Teig durch kleine Oeffnungen hindurch in Behälter treibt, wobei derselbe der Luft viele Berührungspunkte darbietet, so daß die zur Fabrication bisher verwendete Zeit bedeutend abgekürzt wird. Der Apparat besteht in einem Cylinder, dessen Boden mit zahlreichen Löchern von etwa einem achtels Zoll Durchmesser versehen ist und aus welchem der Teig mittelst eines Kolbens durch diese Löcher getrieben wird. Um Orseille in Teigform zu gewinnen, wird der Teig auf diese Weise täglich zweimal zertheilt und dieser Proceß drei Tage lang fortgesetzt.

Um den auf angegebene Weise zertheilten Orseille-Teig zu trocknen und dadurch in Persio zu verwandeln, nimmt ihn der Patentträger durch eine ähnliche Maschine und läßt ihn dünne auf eine geeignete Fläche fallen, um ihn zu trocknen; nach dem Trocknen wird er wie gewöhnlich gemahlen. (London Journal of arts, April 1850, S. 159.)

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