Titel: Erkennungsmittel für Weinflecke auf Leinenzeug; nach Lassaigne.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 11 (S. 327)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi04_11

Erkennungsmittel für Weinflecke auf Leinenzeug; nach Lassaigne.

Der Verfasser hatte in gerichtlicher Beziehung gemeinschaftlich mit Chevallier sich über Flecken in Leinenzeug auszusprechen, welche angeblich von Rothwein herrühren sollten. Für dergleichen etwa vorkommende Fälle ist zu bedenken, daß die Flecke von Rothwein durch den geringen Alkaligehalt, der durch das Waschen der Zeuge in dieselben kommt und darin bleibt, eine bläulich ziegelrothe Farbe annehmen. Es war am erfolgreichsten, die Untersuchung auf den Farbstoff des Weines zu beschränken, da die übrigen Bestandtheile des Weins kein entscheidendes Resultat erwarten ließen. Schwache Säuren machen solche Flecke rosenroth, schwache Alkalien stellen die ursprüngliche Farbe wieder her. Eine Auflösung von essigsaurem Bleioxyd (Bleizuckerlösung) ertheilt ihnen eine blaß blaue Farbe. Verdünnte Weinsteinsäure löst einen großen Theil des Farbstoffs mit rosenrother Farbe. Diese Lösung gibt bei vorsichtigem Abdampfen ein Weinroth, das sich noch immer wie Rothweinfarbstoff gegen die angegebenen Reagentien verhält. Diese Reactionen zeigen sich bei Rothweinflecken, welche mit kaltem Wasser ausgewaschen werden, auch oft noch nach einem oberflächlichen Waschen mit Seife. Es bleibt noch übrig zu bestimmen, wie sich Flecke vom Safte der Fliederbeeren, rothen Johannisbeeren und anderen Früchten davon unterscheiden lassen. (Chem.-pharmaceut. Centralbl. 1850, S. 284.)

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