Titel: Californisches Gold.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 5 (S. 324–325)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi04_5

Californisches Gold.

C. S. Lyman berichtet in Silliman's Journal, Januar 1850: Der Goldertrag in der verflossenen Jahreszeit war viel größer als man ihn erwartete; in allen Theilen der Minen öffneten sich reiche Lager; in der mittlern Gabeltheilung des Rio de los Americanos gruben in der letzten Zeit zwei Männer 28,000 Dollars in zwei Monaten aus. Ich sah einen Theil davon in Klumpen von der Größe eines Hühnereies und darüber; der Mariposa gab einige solche Ausbeuten; so auch der Molekemnes. Diesen wenigen glücklichen Nachgrabern gegenüber gewinnen aber wohl Tausende kaum 1 Dollar im Tag. Nach den verlässigsten Erkundigungen, die ich einziehen konnte, haben sich fleißige Arbeiter nicht mehr als 8–10 Dollars per Tag erworben, einige schlagen es noch viel niedriger an. Die Mehrheit erschwingt kaum ihren Lebensbedarf, namentlich Gelehrte, Beamte und andere, welche an harte Arbeiten nicht gewöhnt sind. – Das Gold wurde zuletzt, wie ich von verlässigen Zeugen erfahren habe, in Quarzlager durchdringenden Adern am Molekemnes, in der Nähe des Mariposa und an ein Paar andern Stellen entdeckt. Diese Adern werden natürlich jetzt noch nicht ausgebeutet, weil es sich vortheilhafter zeigt, nach Waschgold zu graben. Eine dieser Adern wurde von Hrn. Fremont entdeckt (in den |325| mexikanischen Gesetzen: denounced). Der Bau auf die unzähligen in dem Gebirg eingesprengten reichen Adern wird für Jahrhunderte vortheilhafte Arbeit liefern. Ich befürchte nicht, wie viele, daß das Gold in ein paar Jahren erschöpft seyn werde. (Philosophical Magazine, März 1850.)

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