Titel: Entzündung der Schießbaumwolle durch ihr Zusammendrücken mittelst einer Eisenstange.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 116/Miszelle 6 (S. 472–473)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj116/mi116mi06_6

Entzündung der Schießbaumwolle durch ihr Zusammendrücken mittelst einer Eisenstange.

Aus Swansea (Südwallis) wird folgendes gemeldet. Die Schießbaumwolle-Fabrikanten Hall und Comp. wollten beweisen, daß zum Sprengen in Gruben und Steinbrüchen ihre Schießbaumwolle im Gewichtsverhältniß von 1 : 4 das Pulver an Wirksamkeit übertreffe. Bei kleinen Felsmassen hatte Hr. Wheeler schon den Versuch mit gutem Erfolg angestellt; er ließ nun in eine ungeheure Kalksteinmauer eine Flattermine graben, in welche eine Platform mit 6 engl. Pfunden Schießbaumwolle gebracht werden sollte, entsprechend 36 Pfunden gewöhnlichen Sprengpulvers. Da nun aber die Patrone für das Kaliber des Lochs zu dick war, so mußte sie wieder ausgeleert und die Schießbaumwolle mit einem Stock eingestoßen werden. Einer der Anwesenden bediente sich, um diese Verrichtung zu Ende zu bringen, einer Eisenstange, wodurch sogleich eine furchtbare Explosion erfolgte und mehrere Personen verwundete; am stärksten Hrn. Hopkins Rhys, einen sehr geschickten Bergmann, |473| welchem ein Theil der Ladung in das Gesicht flog, wodurch er erblindete. (Journal de Chimie médicale, Mai 1850.)

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