Titel: Luftpfeife für Dampfboote.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 117/Miszelle 2 (S. 235–236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj117/mi117mi03_2
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Luftpfeife für Dampfboote.

Hr. C. Daboll in New-London, Connecticut, hat eine Pfeife für Dampfboote erfunden, welche als Signal dient um das Zusammenstoßen der Dampfschiffe bei Nebelwetter zu verhindern; sie gewährt den Vortheil, daß die Töne auf 4 bis 5 engl. Meilen hörbar sind, wodurch sie die größten Glocken weit übertrifft. Diese Pfeife besteht aus einer Luftkammer (Condensator); einem eisernen Kessel, der so stark ist daß er fast jeden Druck aushält; einer Luft-Druckpumpe und einer ähnlichen Pfeife wie sie bei den Locomotiven gebräuchlich sind. Mittelst der Druckpumpe kann man die Luft in der Kammer beliebig comprimiren, auf 100 bis 300Pfd. per Quadratzoll. Nachdem die Luft comprimirt ist. öffnet man bloß ein Ventil, um sie in die Pfeife zu lassen. — Wahrscheinlich wird die Regierung der Vereinigten Staaten die Anwendung dieser Pfeife auf allen leichten Schiffen an gefährlichen Stationen vorschreiben. (American annual of scientific discovery, 1850, S. 70.)

In England ließen sich Wells und Doull solche Signalpfeifen Patentiren; sie sind im polytechn. Journal Bd. CVI S. 90 und Bd. CIX S. 38 beschrieben.

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