Titel: Ueber die Zusammensetzung der Topinamburs; von Payen, Poinsot und Ferey.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 117/Miszelle 10 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj117/mi117mi06_10
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Ueber die Zusammensetzung der Topinamburs; von Payen, Poinsot und Ferey.

Die Jerusalems-Artischocken (Erdbirne, Topinambour, knollige Sonnenblume, Helianthus tuberosus), welche die Verfasser zu ihren Versuchen anwandten, waren in mittelmäßigem, sandigem Boden gewachsen, welcher mit phosphorsaurer Ammoniak-Talkerde gedüngt worden war. Sie enthielten in 100 Thln. 76,04 Wasser und 23,96 trockne Substanz. Letztere gab beim Verbrennen 4,24 Asche und 2,16 Stickstoff; es ist dieß zweimal so viel als man aus den Kartoffeln erhält und etwas mehr als die Getreidearten enthalten. Ferner wurden aus 100 Thln. 0,87 Thle. Fettsubstanz, einer flüssigen und einer festen, erhalten, ebenfalls eine zweimal so große Menge als in der Kartoffel. Das Resultat der ganzen Analyse ist:

Wasser 76,04
Traubenzucker und andere zuckerartige Substanzen 14,70
Eiweiß und zwei andere stickstoffhaltige Substanzen 3,12
Zellenstoff 1,50
Jnulin 1,86
Pektinsäure 0,92
Pektin 0,20
Salze 1,29
–––––––
100,00

Die Asche enthielt: I. Tobinambour aus dem mit phosphorsaurer Ammoniak-Talkerde gedüngten Boden; II. gekaufte Probe.

I. II.
Kieselerde 2,00 6,95
kohlensauren Kalk
kohlensaure Talkerde
4,12
1,94
10,23
phosphorsaure Kalk- und Talkerde
Thonerde
33,59
1,44
16,62
Chlorkalium 8,36 10,75
schwefelsaures Kali 11,16 10,66
phosphorsaures Kali 28,40 8,45
kohlensaures Kali und Spuren von Natron 9,93 36,34
––––––––––––––––––
100,94 100,00

Die Jerusalems-Artischocke enthält auch eine kleine Menge eines violetten Pigments, welches im Zellengewebe seinen Sitz hat. — Bei ihrem Gehalt an nahrhafter Substanz eignet sie sich sehr gut zum Mästen der Schweine und des Rindviehs. (Journal de Pharmacie, t. XVI p. 434.)

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