Titel: Newton's Maschinen zum Hobeln und Falzen der Bretter.
Autor: Newton, William
Fundstelle: 1850, Band 118, Nr. LVIII. (S. 261–263)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/ar118058

LVIII. Maschinen zum Hobeln und Falzen der Bretter, welche sich William Newton, Civilingenieur in London, einer Mittheilung zufolge am 5. October 1849 patentiren ließ.

Aus dem London Journal of arts, Juli 1850, S. 364.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Fig. 10 stellt die verbesserte Maschine in der Seitenansicht, Fig. 11 im Grundriß, Fig. 12 in der Endansicht und Fig. 13 im Querschnitte dar. Nähe an dem Ende des Maschinengestells a, a ist ein Räderpaar b und ungefähr in der Mitte des Gestells ein zweites ähnliches Räderpaar c angeordnet. Ueber diese Räder bewegt sich eine endlose Platform d, welche aus Metallplatten besteht, die zu einer endlosen Kette zusammengefügt sind. Die Scharniere dieser Platform passen in halbrunde Hülsen, welche, wie die vergrößerte Ansicht Fig. 14 zeigt, in der Peripherie der Räder b, c angebracht sind. Der obere Theil dieser Platform läuft auf Rollen, welche an das Gestell befestigt sind und erstere vollkommen horizontal halten.

Die Platform wird durch ein System von Getrieben und Rädern e, f, g, h, i, j in Thätigkeit gesetzt, und diese erhalten ihre Bewegung vermittelst eines um die Rolle c* geschlagenen Riemens von irgend einer Triebkraft. Direct über der Platform d befindet sich eine andere endlose Platform k von ähnlicher Construction, nur etwas kürzer; diese ist mit der unteren durch Räderwerk verbunden, so daß sie sich mit der nämlichen Geschwindigkeit bewegt. Zwischen diesen Platformen wird das Brett den nachher zu beschreibenden stationären Messern entgegengeführt.

Vermöge ihrer bedeutenden Oberfläche fassen die Platformen das Brett fest zwischen sich und führen es den Hobelmessern entgegen. Damit auch Materialien von verschiedener Dicke in der Maschine bearbeitet werden können, ist das Lagergestell m der oberen Platform adjustirbar. Dieses Gestell ist zu beiden Seiten mittelst zweier schräger Stangen n, n mit dem Messergestell l verbunden, wodurch die zur Vorbeiführung des Holzes an den Messern erforderliche Reibung erzeugt wird. Das Gestell l, welches gleichfalls adjustirbar ist, enthält an seinen Enden verticale Schrauben 1, 1, die mit der Fläche des unteren Gestells a, a in |262| Berührung sind; wenn sie daher gedreht werden, so heben oder senken sie das Gestell l nach Erforderniß. Dieses Gestell ist mit dem Hauptgestell a, a durch Schrauben 2, 2 verbunden, welche, wie der Querschnitt Fig. 13 zeigt, durch geschlitzte Träger gehen, die einen Theil des Gestells l bilden. Anstatt der endlosen Platform k können auch Preßwalzen angewendet werden, um das Holz unter die Messer zu drücken.

Zum Abhobeln der oberen Seite des Brettes dienen ungefähr acht Messer o, Fig. 14, ähnlich denen eines gewöhnlichen Hobels. Sie befinden sich in dem adjustirbaren Gestell l über den inneren Enden der Platform d, und sind an gußeiserne Lager p befestigt, welche sich quer über die Maschine erstrecken und in Vertiefungen des Gestells l passen. Unmittelbar über diesen Vertiefungen ist zu beiden Seiten eine Stange l* bestestigt, durch welche eine Reihe verticaler Schrauben q geht, um auf die Lager p zu drücken und dadurch die Messer zu adjustiren. Die Lager sind mit verschiedener Neigung construirt, um die Messer unter verschiedenen Winkeln dem Brett entgegenzustellen. Das vorderste Messer bildet den spitzigsten Winkel mit dem Brett, die folgenden nähern sich stufenweise der verticalen Stellung. Zwischen den Messern sind Preßstangen r angeordnet, welche mit Hülfe der Federn s gegen das in Bearbeitung befindliche Holz drücken. Die Federn und Stellschrauben können auch, wie der Querschnitt Fig. 15 zeigt, unterhalb anstatt oberhalb der Messer angebracht, und anstatt der Schrauben 1, 1 an den Enden des Gestells l, zur Regulirung seiner Höhe, wie Fig. 16 zeigt, Winkelräder angewendet werden.

In Bezug auf die letztere Anordnung bezeichnet 3 eine horizontal gelagerte Welle, welche an ihren Enden die Winkelgetriebe 4, 4 enthält; diese greifen in ähnliche an den unteren Enden der verticalen Schraubenspindeln 5, 5 befestigte Winkelgetriebe. Die Schraubenspindeln 5, 5 laufen in Muttern, welche von den geschlitzten Trägern des Gestells l hervorragen. Wenn nun die Welle 3 gedreht wird, so hebt oder senkt sich das Gestell l in der gewünschten Weise. Die Schrauben 2 werden sodann angezogen und dadurch das Gestell in der gehörigen Lage befestigt. Soll das Brett auf beiden Seiten gehobelt werden, so wird ein zweites System von Hobelmessern u, u in umgekehrter Lage in einem Gestell 6 angeordnet und mit dem Hauptgestell a, a verbunden. Das nämliche Gestell 6 enthält ferner die Preßwalzen t, t; zwischen diesen und den Messern wird das zu hobelnde Holz hindurchgeschoben.

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Die Operation des Falzens, welche gleichzeitig mit dem doppelten Hobeln vor sich geht, wird durch ein System von acht festen und acht beweglichen Seitenmessern bewerkstelligt, wie am besten aus dem Grundriß Fig. 11 zu entnehmen ist. v sind die stationären Messer, welche in dem Gestell 6*, und w die beweglichen Messer, welche in dem verschiebbaren Theil 7 (Fig. 12) befestigt sind. Durch den unteren Theil des letzteren gehen die Stellschrauben x, x des Gestells a, a, um die Messer w in die zur Erzeugung der Nuth geeignete Lage zu bringen. Es sind zwei Systeme kurzer Frictionsrollen vorhanden, welche die Kanten des Brettes zwischen sich fassen; die Rollen y sind fest an ihren Achsen, die Rollen y* haben eine Seitenbewegung, entsprechend derjenigen der Messer w.

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