Titel: Ueber Aufbewahrung des Schieferöls zum Brennen in Lampen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 118/Miszelle 7 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/mi118mi01_7

Ueber Aufbewahrung des Schieferöls zum Brennen in Lampen.

Das durch Destillation des bituminösen Schiefers gewonnene Oel (welches unter dem Namen gaz hydrogène liquide im Handel vorkommt) wird jetzt häufig anstatt Rüböl zum Brennen in Lampen benutzt und in Flaschen von Weißblech versendet. Unlängst hat man sich überzeugt, daß die Aufbewahrung des Schieferöls in solchen Flaschen nicht nur seinen Verlust, sondern auch Feuersgefahr veranlassen kann; das |76| Weißblech wird nämlich von diesem Oel angegriffen und bekommt zahlreiche feine Löcher, aus denen die Flüssigkeit entweicht, welche sich dann in Dämpfe verwandeln und entzünden kann. Das in Gefäßen von Weißblech aufbewahrte Schieferöl wird trübe, röthlich und setzt eine ockerartige Substanz ab. Wahrscheinlich wird das Schieferöl mit Schwefelsäure gereinigt und dann bisweilen schlecht gewaschen, so daß es Schwefelsäure zurückhält, welche das Weißblech angreift und basisches schwefelsaures Eisenoxyd bildet. (Journal de Chimie médicale, August 1850, S. 491.)

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