Titel: Neue Anwendungen der Gutta-percha.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 118/Miszelle 6 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/mi118mi03_6

Neue Anwendungen der Gutta-percha.

Die Gutta-percha-Compagnie hat unlängst eine Skizze veröffentlicht, welche die Anwendung von Röhren aus Gutta-percha als Hörapparat für taube Personen in Kirchen veranschaulicht. Ein Trichter von Gutta-percha wird entweder innerhalb der Kanzel, daher man ihn nicht sehen kann, oder wenn er verziert ist, an der Vorderseite der Kanzel angebracht, so daß er unmittelbar unter das Pult kommt. Ein Rohr geht von diesem Trichter unter den Fußboden hinab und ist längs der Chorflügel geführt, mit Verzweigungen auf jeder Seite zu den Stühlen welche schwerhörige Personen einnehmen. Man sieht nichts als das Ende des Rohrs, und wenn man die elfenbeinerne Ohrbrille am Ohr anbringt, kann man das schwächste Flüstern des Predigers deutlich hören.

An vielen Orten hat man bereits die bleiernen Wasserleitungsröhren durch solche von Gutta-percha ersetzt. Auf den Vitriolhütten von Bristol geschah dieß auch hinsichtlich der kostspieligen ledernen Schöpfeimer, welche früher allgemein zum Uebertragen der Säure gebräuchlich waren.

Endlich hat man auch angefangen hölzerne Fässer mit Gutta-percha zu füttern, um die Salzsäure in solchen aufzubewahren, anstatt den zerbrechlichen gläsernen Ballons. (Practical Mechanics' Journal, Oct. 1850, S. 167.)

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