Titel: Ueber die Kartoffelkrankheit und die Mittel ihr zu begegnen; von Menesson.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 118/Miszelle 14 (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/mi118mi04_14

Ueber die Kartoffelkrankheit und die Mittel ihr zu begegnen; von Menesson.

In einer Abhandlung, worin der Verf. die Resultate seiner dreijährigen Beobachtungen über diesen Gegenstand niederlegte, welche er menalose tuberculosa nennt, theilt er Folgendes mit. Er hat, um dem Uebel Einhalt zu thun, ein in England seit einigen Jahren sehr allgemein gebrauchtes Mittel versucht, welches darin besteht, zur Zeit wo noch nichts angegriffen ist als die Blätter, alle Kartoffelstengel an ihrem Ursprung mit den Füßen recht tüchtig zu zertreten. Es schien ihm dieses Mittel nicht ohne Erfolg zu sehn; vortheilhafter aber fand er es, die Stengel an ihrem Ursprung, etwas über der Bodenfläche abzuschneiden. Da er mit anderen Landwirthen die Beobachtung gemacht hat, daß die Frühsorten viel seltener von dieser Krankheit befallen werden als die andern, so vermuthete er, daß solche Mittel welche das Wachsthum der letztern beschleunigten, der Krankheit vorbeugen oder sie wenigstens mildern müßten, und die Versuche, welche er mit Kalksalzen, Kochsalz, schwarzer Asche (wie man sich ihrer im nördlichen Frankreich bedient) anstellte, schienen ihm befriedigende Resultate zu geben. Mehr jedoch verspricht er sich von einem Mittel, welches er zu versuchen |320| außer Stand war, und das darin bestünde, die Pflanze aus dem Samen zu ziehen, der aus ihrem Vaterland, den peruanischen Cordilleren, bezogen würde. Dazu müßte aber die Regierung ins Mittel treten. (Comptes rendus, Sept. 1850, Nr. 12.)

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