Titel: Ueber das Trocknen eingelegter Pflanzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 118/Miszelle 9 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/mi118mi04_9

Ueber das Trocknen eingelegter Pflanzen.

Um eingelegte Pflanzen recht schnell und naturgetreu zu trocknen, schlägt Colemon erwärmten trocknen Sand vor. Den trocknen Sand erhitzt man in einem eisernen Gefäße, bringt ihn in Säcke von Leinwand von solcher Gestalt, daß sie flach gelegt einen zusammengelegten Bogen Papier reichlich bedecken, und legt einen solchen zum dritten Theil angefüllten Sandsack auf die mit zwei oder drei Bogen Löschpapier bedeckte Pflanze. Es können so mehrere Schichten Pflanzen und Säcke auf einander gelegt werden, mit der Vorsicht jedoch, daß die zarteren Wanzen die oberen Schichten einnehmen; ein besonderes Gewicht ist nicht erforderlich. Nach 24 Stunden, oft noch früher, wird man die Pflanzen völlig trocken haben, nur bei sehr saftigen muß das Verfahren wiederholt werden. Die verschiedenen Pflanzentheile behalten ihre natürliche Farbe, wenn die Temperatur des erhitzten Sandes gut regulirt worden, und da der Sand sich den Unebenheiten des gepreßten Gegenstandes anpaßt, so werden Stengel, Fruchtboden u.s.w. nicht gequetscht, alle Theile bewahren ihr natürliches Verhältniß. (Pharmaceutic. Journal, durch Jahrb. für prakt. Pharmacie Bd. XX S. 245.)

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