Titel: Bäker's Wecker und Lichtanzünder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 118/Miszelle 3 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/mi118mi05_3

Bäker's Wecker und Lichtanzünder.

Hr. Uhrmacher Bäker zeigte in der polytechnischen Gesellschaft zu Königsberg einen von ihm erfundenen Wecker und Lichtanzünder, worauf er ein Patent erhalten. Der Wecker selbst ist nach einem schon bekannten Princip eingerichtet. Eine Taschenuhr wird auf ein Tischchen gelegt, und auf das Viereck der Zeiger ein mit einer Uhrschlüsselkanone versehener Stift aufgesetzt, um den ein Faden gewickelt ist, an dessen Ende ein kleines Gewicht hängt. Dieser Stift geht mit den Zeigern herum, und wickelt den Faden dann so oft ab, daß das herabsinkende Gewicht zur bestimmten Stunde eine eingehakte Glocke auslöst, die an einer Feder befestigt, ein lange dauerndes Klingeln hervorbringt. Gleichzeitig mit der Glocke wird aber auch ein Hebel frei gemacht, dessen eines Ende beschwert ist, während der andere Arm eine mit Sandpapier gefütterte Klemme hält. Auf dem Fußgestell des Instruments ist ein fester Leuchter mit einem einsteckbaren Streichzündlichtchen befindlich, auf welches letztere die Klemme aufgesetzt wird. Indem bei dem Freiwerden des Hebels der schwerere Arm herabfällt, geht der andere mit der Klemme schnell in die Höhe und entzündet durch die Reibung zwischen der Klemme das Licht. Dieses Lichtanzünden ist eben Hrn. Bäkers neue Idee, die ihm das Patent erwarb. Es wurde gemäß dem Publicandum vom 14. October 1815 auf fünf Jahre für den Umfang der preußischen Monarchie ertheilt, und verursacht dem Patentnehmer nur die Kosten von einem Thaler. (Gewerbevereinsblatt der Provinz Preußen, IV. Jahrgang, Lieferung 11 und 12.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: