Titel: Nachtheilige Wirkung des Salzes beim Gartenbau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 118/Miszelle 10 (S. 435)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/mi118mi06_10

Nachtheilige Wirkung des Salzes beim Gartenbau.

Obgleich der Nutzen des Kochsalzes beim Feldbau nicht bestritten werden kann, so scheint dasselbe doch nicht allen Pflanzen zuzusagen. Mehr als 2000 Pflanzen waren in einem Garten in England (Geranien, Fuchsien, Rosen-, Jasminsträuche etc.) ganz vertrocknet und zu Grunde gegangen; als man das Wasser, womit sie täglich zweimal begossen wurden, chemisch untersuchte, fand man 9 1/2 Gran Chlornatrium und Chlormagnium im Gallon desselben. Auch die Erde und die Pflanzen selbst enthielten viel Kochsalz. Weitere Untersuchungen ergaben, daß die Quelle mit dem Meerwasser in Verbindung stand. Durch Gegenversuche an Fuchsien, welche theils mit dem Wasser dieser Quelle, theils mit Regenwasser begossen wurden, überzeugte man sich, daß der Salzgehalt jenes Resultat veranlaßt hatte. Das Kochsalz ist sonach für gewisse Pflanzen in gewisser Menge ein Gift. (Journal de Chimie médicale, Septbr. 1850)

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