Titel: Ueber den Einfluß der Nahrungsmittel auf die Gesundheit und besonders die Fruchtbarkeit der Hühner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1850, Band 118/Miszelle 11 (S. 435–436)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj118/mi118mi06_11
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Ueber den Einfluß der Nahrungsmittel auf die Gesundheit und besonders die Fruchtbarkeit der Hühner.

In einer Farbenfabrik machte Hr. Greppo die Beobachtung, daß die Hühner, wenn sie von der im Hofe zerstreuten Orseille mehrere Tage nach einander verschlingen, Eier legen welchen die Schale fehlt, und wenn diesem Umstand nicht bald gesteuert wird, ihr Kamm erschlafft, sie brennenden Durst bekommen, schnell abmagern, keine Eier mehr legen und endlich völligem Marasmus erliegen. Es läßt sich für diese Erscheinung wohl keine andere Erklärung finden, als der starke Ammoniakgehalt der Orseille. Doch ist auch zu berücksichtigen, daß in jedem Hühnerhof, besonders zur Zeit wo es viel Futter gibt, einige Hühner Eier ohne Schale legen, was doch schwerlich den Ammoniaksalzen im Miste, auf welchem sie ihre Nahrung suchen, zuzuschreiben ist, denn weit entfernt abzumagern, werden solche Hühner überkräftig und übermäßig gesund. Sie werden hierbei unfruchtbar, und, weil sie sehr fett sind, zu Markt gebracht. Auch andere Thiergattungen verlieren bei zu gutem Leben ihre Fruchtbarkeit oft ganz, z.B. die gemästete Kuh und Stute, die Karpfen des Sologner Teichs etc. (Journal de Chimie médicale, Juli 1850.)

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