Titel: Shepherd, über Smee's Batterie.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120, Nr. LXXVIII. (S. 357–358)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/ar120078

LXXVIII. Verbesserung der Batterie des Hrn. Smee.

Aus dem Civil Engineer's and Architect's Journal, April 1851, S. 203.

Für elektromagnetische Uhren fand ich die Batterie von Smee als die geeignetste, sowohl wegen ihrer Einfachheit als weil man sie so leicht wieder laden kann. Das in dieser Batterie angewandte (amalgamirte) Zink verursacht aber schnell eine örtliche galvanisch-chemische Wirkung wegen der fremden Metalle welche es enthält, gewöhnlich Blei, Eisen, Kupfer, Zinn und Cadmium; alle diese Metalle haben eine schwächere Verwandtschaft zum Sauerstoff als das Zink, werden daher negativ, wenn man sie in verdünnte Säure taucht, und bilden mit den sie umgebenden Zinktheilchen eine galvanische Kette. Das Amalgamiren des Zinks hat den Zweck, die örtliche galvanisch-chemische Wirkung aufzuheben, und derselbe wird auch erreicht, wenn die Amalgamirung frisch ist; in wenigen Tagen beginnt aber die örtliche Wirkung wieder, und nimmt zu, bis die Säure neutralisirt oder alles Zink aufgelöst ist. Man kann dieß auf die Art verhindern, daß man die Zinkplatte lose in die Zelle stellt, so daß sie auf dem Boden aufruht, und 1 oder |358| 2 Unzen Quecksilber hineingießt; diese Anordnung habe ich sehr zweckmäßig gefunden; das Quecksilber zieht sich gleichsam an der Zinkplatte hinauf und erhält sie vollkommen amalgamirt. Man kann das Zink auch schmelzen und nach dem Vermischen mit Quecksilber in Formen gießen; das Quecksilber wird dann eine der vorhandenen Unreinigkeiten bilden: und sollte eine örtliche Wirkung an irgend einem Punkt stattfinden, so würde die Auflösung des Zinks nicht nur die anderen vorhandenen Metalle in Freiheit setzen, sondern gleichzeitig genug Quecksilber frei machen um dieselben zu überziehen und so die örtliche Wirkung aufzuheben.

Bekanntlich wird das Zink einer Batterie an der Oberfläche der Flüssigkeit stärker angegriffen als sonst wo. Dieß scheint von der Gegenwart von Sauerstoff abzuhängen; denn ich habe beobachtet daß diese Wirkung nicht statt fand, als ich die Batterie in eine Flasche einschloß um das sich entbindende Wasserstoffgas zu sammeln. Es gewährt einen doppelten Vortheil, die Batterien mit einem luftdichten Gehäuse zu versehen, denn es wird dadurch nicht nur diese eigenthümliche Wirkung aufgehoben, sondern auch die Verdampfung des Wassers verhindert. In Batterien welche lange Zeit in Thätigkeit bleiben müssen, sollte man nur eine Zinkplatte anwenden; denn wenn ich zwei anwandte, wurde eine derselben negativ zur anderen, allerdings nur in sehr schwachem Grade, doch ist diese Wirkung, wenn sie einige Monate constant fortdauert, sehr merklich. Es begegnete mir häufig, daß eine der Zinkplatten fast aufgelöst war, während die andere vergleichungsweise unberührt blieb.

Shepherd.

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