Titel: Mittel um die Abnutzung der Schieberventile in den Dampfmaschinen zu verhüten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 3 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi02_3

Mittel um die Abnutzung der Schieberventile in den Dampfmaschinen zu verhüten.

Es ist sehr schwer die Berührungsflächen der Schieberventile in den Dampfmaschinen und besonders den Locomotiven ganz dicht schließend und in dem anfänglichen vollkommenen Zustande zu erhalten. Bei ihrer beständigen Reibung auf einander werden diese Flächen bald durch Ritzen oder Furchen tief ausgehöhlt, in einer Richtung parallel dem Sinne der Bewegung des Schiebers; im Verhältniß mit der Anzahl der so entstandenen Furchen oder Unebenheiten geht aber der Dampf durch die Steuerung ohne Nutzeffect auf den Kolben.

Man nimmt allgemein an, daß diese Aushöhlungen durch kleine harte Körper verursacht werden, welche in die Steuerungs-Oeffnung gelangten, entweder mit dem Dampf oder mit dem Wasser welches durch die Dampfleitungen dringt; Hr. I. Mulberg, ein amerikanischer Ingenieur, behauptet aber sich durch zahlreiche und genaue Beobachtungen versichert zu haben, daß der fragliche Uebelstand hauptsächlich durch Metalltheilchen veranlaßt wird, welche sich sowohl von den Schiebern losreißen, als von den Flächen auf denen dieselben gleiten; nun pflegte man bisher die Ausmündungen der Dampfwege mit scharfen Kanten herzustellen, welche mit der Ebene, worin sich der Schieber bewegt, einen rechten Winkel bilden, daher diese scharfen Kanten wegen mangelnder Unterstützung dem Druck und der Reibung bald nachgeben und sich in kleinen Massen ablösen, welche zwischen die reibenden Flächen gelangen und jene Furchen hervorbringen, die sich vermeiden lassen, indem man die Kanten abrundet oder in solchem Grade niederklopft, daß sie der Abnutzung nicht mehr ausgesetzt sind als die andern Punkte der Schieber-Oberfläche oder der Ebene auf welcher sie gleiten. (Moniteur indusriel, 1851 Nr. 1533.)

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