Titel: Anwendung der Gichtgase zum Rösten der Eisenerze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 6 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi03_6

Anwendung der Gichtgase zum Rösten der Eisenerze.

Man hat jetzt eine sehr schätzbare neue Anwendung von den Gichtgasen der Hohöfen gemacht, nämlich zum Rösten des Thoneisensteins, welcher in so großer Menge in der Nähe von Steinkohlen in Lancashire vorkommt. Von diesem Eisenerz liefern 3 Tonnen 4 Ctr. (im rohen Zustande) 1 Tonne Roheisen, und dieses Quantum erfordert zum Rösten im Freien (in Haufen)

1 Tonne Steinkohlen 2 Sh. 6 Pence
Handarbeit, 3½ Pence jede Tonne Sh. 11 Pence
––––––––––––––––––––
Kosten des Röstens 3 Sh. 5 Pence

Um diese Kosten größtentheils zu ersparen, fing man auf den Coltneß Eisenwerken an, die Thoneisensteine mittelst der Hohofengase in einem Ofen aus Backsteinen von 18 Fuß Durchmesser und 10 bis 12 Fuß Länge zu rösten, welcher beiläufig 140 Tonnen Erz faßt; in fünf Tagen ist das Erz regelmäßig durch und durch geröstet. Da der Thoneisenstein beim Rösten im Freien etwa 18 Proc. Sauerstoff absorbirt, so hat das Rösten desselben mittelst der Gichtgase in geschlossenen Oefen und mit Ausschluß der Atmosphäre, nothwendig eine Ersparung an Steinkohlen beim Hohosenbetrieb zur Folge. (Practical Mechanic's Journal, April 1851, S. 15.)

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