Titel: Ueber die Verfälschung des käuflichen Opiums; von E. Barruel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 9 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi03_9

Ueber die Verfälschung des käuflichen Opiums; von E. Barruel.

Hr. Barruel hat unlängst ein Muster Opium von einem Pariser Materialist untersucht, welches nicht die geringste Spur von Morphin enthielt! Dieses Opium besaß folgende Eigenschaften:

Einige Stücke waren hart und trocken wie die Rinde von schlechtem Rockenbrod, dabei leicht, ließen sich zwischen den Fingern zerdrücken, und fast ohne Giftgeruch; manche Stücke waren mit einem bläulichen Schimmel überzogen, wie man ihn bei schlecht getrocknetem Opium oft beobachtet. Andere Stücke waren von weicher, fast pechartiger Consistenz und besaßen nur sehr schwach den Giftgeruch.

In Berührung mit Wasser zertheilte sich dieses Optum wie ein Teig, welcher großentheils aus Kleie besteht. Die beim Maceriren entstandene Auflösung war wenig gefärbt, und doch lieferte die Flüssigkeit beim Abdampfen halb so viel Extract als das angewandte Opium betrug. Dieses Extract war fahl braun, und enthielt eine große Menge gummiger Substanz.

Man darf daher beim Prüfen eines Opiums aus der Extractmenge welche es liefert, keineswegs auf seinen wirklichen Gehalt schließen. (Répertoire de pharmacie, Februar 1851.)

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