Titel: Zur Photographie auf Papier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 8 (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi04_8
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Zur Photographie auf Papier.

Bei der Darstellung von Lichtbildern auf Papier tritt häufig der mißliche Umstand ein, daß die Bilder schon während oder nach der ersten Copie rostig werden. Hr. Diepenbach aus München, ein Schüler des um die Photographie so verdienten Hrn. Löcherer, war bemüht den Grund dieses Uebels zu erforschen und hat auch die leicht zu vermeidende Veranlassung desselben entdeckt. Das Waschen des fixirten negativen Bildes in mehreren Bädern Brunnenwassers, verursacht bei kalter Temperatur dieses sogenannte Rosten, weil das Wasser in der verwendeten Zeit die auflöslichen Salze dem Papier nicht ganz zu entziehen vermag, welche beim Trocknen krystallisiren und so das Fleckigwerden des Bildes bewirken. Man sey daher besorgt daß das Wasser wenigstens eine Temperatur von 15° Reaumur hat, wo dann kein Rost mehr im Bilde entstehen wird. Dasselbe gilt für die Fixirflüssigkeit der negativen Bilder. (Man vergl. Lutze's Bemerkungen im polytechn. Journal Bd. CXIX S. 434 über den günstigen Einfluß, welchen bei Erzeugung der Negativbilder die Vorbereitungen in sehr warmem Zimmer und die Anwendung schwach erwärmter Lösungen haben.)

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