Titel: Ueber Einbeetung der Eisenbahnschwellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 1 (S. 392)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi05_1

Ueber Einbeetung der Eisenbahnschwellen.

Ein sehr schätzbares Surrogat für das zur Einbeetung der Eisenbahnschwellen benöthigte Steingerölle sind gebrannte Lehmstücke.

Auf der zuletzt gebauten Eisenbahnstrecke der französischen Nordbahn zwischen Lille und Calais muß dem aufmerksamen Reisenden die roth aussehende Dammlinie in der grauen Sandebene auffallen. Aus Mangel an Steinschotter sah man sich veranlaßt, beim Bau dieser Strecke Ziegeltrümmer anzuwenden. Das auf diese Art hergestellte Schotterbeet bewährte sich so gut, daß man die Verwendung gebrannter Lehmstücke in größerem Maaßstabe wünschte und um nicht erst Ziegel zu diesem Zwecke zerschlagen und die Kosten des Formens der Ziegel und des späteren Zerschlagens tragen zu müssen, verfiel man auf das sehr natürliche Auskunftsmittel, den Lehm roh in kleine Stücke zu zertheilen und diese zu brennen. Dadurch wurde ein so billiger künstlicher Schotter erzeugt, daß man in dieser Gegend zwischen Lille und Calais, wo natürlicher Schotter mangelt und nur mit bedeutenden Kosten aus der Ferne herbeigeschafft werden könnte, lange Strecken der Eisenbahn damit einbeetet. (Zeitschrift des österr. Ingenieur-Vereins, 1851 Nr. 3.)

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