Titel: Ueber die quantitative Bestimmung des im Wein enthaltenen Weinsteins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 10 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi05_10

Ueber die quantitative Bestimmung des im Wein enthaltenen Weinsteins.

Das Verfahren, dessen man sich hiezu gewöhnlich bedient, besteht darin, daß man eine Quantität des zu prüfenden Weines zur Consistenz eines weichen Extracts abdampft und dasselbe dann mit Alkohol von 82 Volumsprocenten behandelt, um das unlösliche Extract abzusondern, welches auf einem Papierfilter gesammelt und ausgewaschen wird, bis der Alkohol ungefärbt ablauft; dieser neue Rückstand enthält den rohen Weinstein mit etwas Extractivstoff und einigen Kalksalzen. Man calcinirt ihn im Platintiegel, um die Weinsteinsäure des Weinsteins zu zersetzen und letztern in kohlensaures Kali zu verwandeln, welches man nur noch alkalimetrisch zu bestimmen hat. Auf solche Weise zersetzter reiner, krystallisirter Weinstein gibt bekanntlich einen kohligen Rückstand, welcher, mit warmem destillirtem Wasser ausgelaugt, eine alkalische Flüssigkeit liefert, die zu ihrer vollkommenen Sättigung 9,75 Kubikcentimeter einer, aus 100 Grammen Schwefelsäure von 1,842 sp. Gew. und 1800 Grammen destillirten Wassers bereiteten verdünnten Schwefelsäure erfordert. Wenn man es mit weniger Wein als 1 Deciliter zu thun hat, so ist es besser zur Sättigung eine schwächere Säure anzuwenden, indem man nämlich obige mit ihrem gleichen Volum Wasser verdünnt, von welcher Flüssigkeit dann 19,50 Kubikcentimeter erforderlich wären. Ein genau graduirtes Maaßgläschen von 20–25 Kubikcentimeter Rauminhalt ist zu dieser eben so einfachen als genauen Operation hinreichend. (Journal de Chemie médicale, Januar 1851.)

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