Titel: Enthaarungsmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 18 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi05_18

Enthaarungsmittel.

Bekanntlich wird in der Weißgerberei zur Enthaarung der Felle eine Mischung von Kalk mit Schwefelarsenik (Auripigment) angewandt. Diese Erfindung stammt von den Türken, deren Rhusma im Wesentlichen dieselbe Mischung ist.

Boudet hat im Journ. de Pharm. et de Chim. Bd. XVIII. S. 119., um im Interesse der öffentlichen Sicherheit die Anwendung des Schwefelarseniks entbehrlich zu machen, einige Versuche über die enthaarende Wirkung der Schwefelarsenikmischungen mitgetheilt und sich durch dieselben überzeugt, daß bloß dem sich bildenden Schwefelcalcium jene Wirkung zukommt und die Auripigment-Kalkmischung durch ein Schwefelmetall vollkommen zu ersetzen sey.

Boudet gibt für ein gutes Enthaarungsmittel folgende Vorschrift: 3 Gramme Schwefelnatrium, 10 Gramme gebrannten Kalk, 10 Gramme Stärkmehl.

Diese Mischung wird gepulvert und mit etwas Wasser angerührt auf die Haut gestrichen. Die Enthaarung geschieht schnell und greift die Haut nicht an.

Es muß hier erwähnt werden, daß Böttger bereits vor mehreren Jahren (polytechn. Journal Bd. LXXII S. 455) auf die Wirkungsweise des sogenannten Rhusma aufmerksam gemacht und eine Mischung von Schwefelcalcium und Kalk als Enthaarungsmittel empfohlen hat. (Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. LXXVI S. 364.)

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