Titel: Reinigung des gemeinen Eisenvitriols; nach Thorel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 120/Miszelle 8 (S. 394–395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj120/mi120mi05_8
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Reinigung des gemeinen Eisenvitriols; nach Thorel.

Die gewöhnlichen Verunreinigungen dieses Salzes sind Kupfer, Zink und Magnesia. Die Entfernung des Kupfers bietet keine Schwierigkeiten dar, denn durch Digestion des aufgelösten Vitriols mit metallischem Eisen läßt sich jede Spur desselben schnell herausfällen, Zink und Magnesia bleiben aber dabei aufgelöst und konnten bisher nur auf einem umständlicheren und kostspieligen Wege vom Eisen getrennt werden, so daß es statt einer solchen Reinigung jedenfalls vorzuziehen war, den Vitriol aus reinem Eisen und Schwefelsäure darzustellen. Der Verfasser will nun in dem Weinstein (saurem weinsaurem Kali) ein bequemes Mittel gefunden haben, sowohl das Zink, als auch die Magnesia aus dem Eisenvitriol vollständig niederzuschlagen. Kocht man nämlich die Auflösung des Eisenvitrioiols mit Weinstein, so fällt, bei Gegenwart von Zink, dieses vollständig als ein unlösliches Tripelsalz nieder. Allerdings wird man, um sicher zu seyn daß alles Zink herausfällt, einen kleinen Ueberschuß von Weinstein anwenden müssen, und deßhalb die Bildung eines kleinen Theils weinsauren Eisenkalis nicht umgehen können — ein Umstand, der aber gewiß nicht von Bedeutung ist.

Ist auch Magnesia in dem Vitriol vorhanden, so wird diese gleichfalls durch den Weinstein vollständig gefällt, aber nicht eher, als bis dieser sein zweites Aequivalent Säure abgegeben und in neutrales weinsaures Kali übergeführt ist. Der Niederschlag ist weinsaure Magnesia.

Auf 500 Theile Eisenvitriol, welcher zuvor mittelst metallischen Eisens von seinem Kupfergehalte befreit worden ist, nimmt der Verfasser einen Theil Weinstein. (Journal de Pharmacie.)

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