Titel: Ueber das Austrocken des Holzes zum Brodbacken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 13 (S. 79–80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi01_13

Ueber das Austrocken des Holzes zum Brodbacken.

Der Bäckergeselle Aubert Lanchantin, welchen die société d'Encouragement im verflossenen Jahre unter anderen Vorarbeitern durch eine Medaille auszeichnete, hat derselben aus Erkenntlichkeit einige praktische Beobachtungen bezüglich seines Gewerbes mitgetheilt, insbesondere darüber, wie lange die verschiedenen Holzarten in dem heißen Ofen verweilen müssen, um soweit auszutrocknen, daß sie zum Brodbacken geeignet sind.

Das weiße geflößte Holz, das Pappelholz, dürfen nicht über sechs Stunden im Ofen bleiben, sonst machen sie nur Löschkohle und verzehren sich zu schnell.

Das Birkenholz, welches den vorhergehenden vorzuziehen ist, darf nicht über acht Stunden im Ofen bleiben; das Tannenholz nur fünf Stunden.

Dem Dunst welcher im Ofen durch die Verdampfung des im Teig enthaltenen Wassers entsteht, schreibt Lanchantin die schöne und lebhafte Farbe des gut gebackenen Brodes zu; er empfiehlt daher diesen Dampf so viel als möglich zurückzuhalten und überdieß den unteren Theil der Ofenmündung (des Einschiebelochs) mit |80| Asche zu verwahren, wodurch die Wärme zusammengehalten und an Brennmaterial erspart wird. (Bulletin de la Société d'Encouragement, April 1851 S. 188.)

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