Titel: Ueber die Benutzung des Katzensteins zu Zapfenlagern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 2 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi02_2

Ueber die Benutzung des Katzensteins zu Zapfenlagern.

Im technischen Verkehre ist seit einiger Zeit ein neuer Artikel eingeführt, der sogenannte Katzenstein (die schwärzliche Abart des blätterigen Gypses, den man auch Fraueneis, Selenit nennt); derselbe wird im sächsischen Erzgebirg schon ziemlich häufig zu Zapfenlagern bei Wasserrädern, liegenden Wellen etc. benutzt. Die Masse scheint sich wegen ihrer Härte vollkommen zu diesem Zwecke zu eignen, und da ihr zugleich eine gewisse Fettigkeit innewohnt, sie auch ungemein billig ist, so ist wohl einige Aufmerksamkeit darauf zu richten. Ein ungenannter Correspondent der deutschen Gewerbezeitung berichtet, daß er unlängst bei einem Wasserradzapfen ein neues Messinglager angewendet habe, das ihm über 9 Thlr. kostete, und trotz aller Mühe und Sorgfalt stets nur sehr unvollkommen seinen Zweck erfüllte, indem der Zapfen fortwährend quitschte. Nach vielfältigen mißlungenen Versuchen wendete der Besitzer des Wasserrades statt der theuren Messingschale ein Lager von Katzenstein an, das nur auf 22 Ngr. zu stehen kam, und ist von dessen Leistungen vollkommen befriedigt. Der Zapfen geht ohne alle Störung ganz ruhig und am Lager ist nicht die mindeste Abnutzung zu bemerken. (Polytechn. Centralbl.)

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