Titel: Anwendung des gebrannten Granits als Zusatz beim Steinzeug.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 4 (S. 157–158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi02_4

Anwendung des gebrannten Granits als Zusatz beim Steinzeug.

In der Thonwaarenfabrik zu Seaton bei Aberdeen hat man unlängst Versuche angestellt, um bei der Fabrication von Röhren und anderen Töpferwaaren den Thon durch gebrannten Granit zu ersetzen. Nach diesen Versuchen, welche Hr. A. M'Donald unternahm, scheint es, daß die so fabricirten Gegenstände einem heftigen Feuer |158| widerstehen und den schnellen Uebergang von Hitze zu Kälte ohne Nachtheil ertragen. Bei Statuen, Büsten, Vasen etc. kann man die natürliche Farbe des Granits so ziemlich erhalten; keineswegs aber bei Gegenständen, welche bei ihrer Anwendung einem heftigen Feuer ausgesetzt werden und bei deren Anfertigung der Thon nur zum Theil durch Granit ersetzt wird, z. B. Retorten, Tiegel etc. Jedenfalls können solche Waaren, wenn bei ihrer Anfertigung gehörig verfahren worden ist, der Weißglühhitze ausgesetzt werden ohne eine Veränderung zu erleiden. Zum Brennen solcher irdenen Waaren reichen die jetzt gebräuchlichen Oefen nicht aus, welche man also abändern muß; auch ist für dieselben noch die geeignetste Glasur zu ermitteln. (Moniteur industriel, 1851 Nr. 1541.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: