Titel: Anwendung der Pyrogallussäure für Lichtbilder auf Papier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 5 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi02_5

Anwendung der Pyrogallussäure für Lichtbilder auf Papier.

Nachdem das negative Papier in der camera obscura den Lichteindruck empfangen hat, muß man bekanntlich das Bild dadurch zum Vorschein bringen, daß man auf die empfindliche Seite dieses Papiers eine Auflösung von Gallussäure aufträgt; diese Operation dauert 10 bis 30 Minuten, je nachdem der Lichteindruck mehr oder weniger kräftig war. Hr. Regnault theilte der société héliographique in Paris unlängst mit, daß sich diese Operation bedeutend verkürzen läßt, wenn man anstatt Gallussäure die Pyrogallussäure anwendet (welche in Deutschland bereits von Liebig zu diesem Zweck empfohlen wurde); er löste 1 Th. Pyrogallussäure in 1000 Thln. destillirten Wassers auf, empfiehlt aber den Photographen durch Versuche das geeignetste Verhältniß zu ermitteln, (Revue scientifique et industrielle, April 1851.)

Die Bereitung der Pyrogallussäure nach der Methode von Stenhouse wurde im polytechn. Journal Bd. CXIX S. 200 mitgetheilt; man dampft das wässerige Extract der Galläpfel zur Trockne ab und erhitzt es in einer Schüssel, welche im Sandbade steht und mit einem Kegel von Pappe bedeckt ist, indem man die Temperatur des Sandbads auf 184° C. (147° R.) erhält; die Krystalle von Pyrogallussäure sublimiren sich an den Seiten des Kegels. — Da die Pyrogallussäure erst bei bei 210° C. (168° R.) kocht, so dürfte es geeignet seyn, die Hitze nahezu auf diesen Grad zu steigern. Die Redaction.

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